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Zwischen den Jahren: Die stille Einladung zur Klarheit

Winterliche Schneelandschaft – Zwischen den Jahren: Die stille Einladung zur Klarheit

Warum diese Tage mehr sein können als Bilanz, Vorsätze und neue Ziele.


Es gibt eine besondere Zeit im Jahr, über die kaum jemand bewusst spricht. Ein paar Tage, in denen Termine weniger werden, das Tempo kurz abfällt – und viele innerlich trotzdem im Vollgas-Modus weiterlaufen.


Wir nennen sie „zwischen den Jahren“.


Oft sind es genau diese Tage, in denen uns etwas einholt: das, was im Laufe des Jahres liegen geblieben ist – nicht in unseren To-do-Listen, sondern in uns selbst.


In Gesprächen mit Unternehmern und Führungskräften erlebe ich immer wieder:Die Jahresbilanz ist präzise, die Planung fürs neue Jahr detailliert – doch auf die Frage nach der eigenen inneren Standortbestimmung wird es schnell vage.


Genau hier beginnt Klarheit.


Bilanz ziehen ist etwas anderes als Klarheit finden


Zum Jahresende ziehen wir Bilanz: Umsatzzahlen, Projekte, Meilensteine, Erfolge, Fehler.


Das ist wichtig – aber es greift zu kurz.


Bilanzieren richtet den Blick auf das, was war: Was ist passiert? Was hat funktioniert? Was nicht?


Klarheit geht weiter. Sie fragt nicht nur: Was war? Sondern vor allem:


  • Was ist gut gelaufen? Was hat mir wirklich Freude gemacht?

  • Was gehört wirklich zu mir – und was trage ich nur mit, weil es von mir erwartet wird?

  • Welche Rollen fülle ich aus Überzeugung – und welche nur aus Gewohnheit?

  • Welche Verpflichtungen sind Ausdruck meiner Werte – und welche sind längst zu einer Last geworden?

  • Wo entspricht meine Tätigkeit noch meinem inneren Kompass?


Zwischen den Jahren ist ein guter Moment, diese Fragen nicht wegzuschieben, sondern ihnen Raum zu geben.


Drei Fragen für mehr Klarheit


Statt langer Vorsatzlisten arbeite ich mit meinen Kunden in dieser Zeit oft mit drei einfachen, aber wirkungsvollen Fragen. Sie sind nicht dazu da, schnell beantwortet zu werden, sondern um in Ihnen einen Moment zu wirken.


1. Was darf 2025 wirklich abgeschlossen sein?


Nicht nur Projekte und Zahlen,sondern auch Themen, die innerlich weiterlaufen, obwohl sie eigentlich zu Ende sind:


  • eine Rolle, die Sie längst hinter sich lassen könnten

  • ein Anspruch an sich selbst, der nicht mehr zu Ihrer aktuellen Lebensphase passt

  • ein „Ich muss“, das Sie über Jahre getragen hat – und das heute mehr Kraft kostet, als es stiftet.


Manchmal ist die wichtigste Entscheidung zum Jahresende nicht, was wir neu beginnen – sondern was wir bewusst beenden.


2. Was hat Ihnen Energie gegeben – und was hat sie entzogen?


Wenn wir ehrlich hinschauen, erkennen wir schnell Muster: Menschen, mit denen Gespräche leicht und kraftvoll sind. Aufgaben, nach denen wir wacher sind als davor. Entscheidungen, die uns ein Gefühl von Stimmigkeit geben.


Und auf der anderen Seite:


Meetings, nach denen wir uns leer fühlen. Themen, die uns nachts weiter beschäftigen. Strukturen, die uns in einem Tempo halten, das nicht das unsere ist.


Zwischen den Jahren ist ein guter Zeitpunkt, diese Energiebilanz nicht nur rational, sondern innerlich zu ziehen. Was möchte ich 2026 bewusst stärken – und was darf weniger werden?


3. Welcher eine Fokus würde Ihr 2026 klarer und leichter machen?


Nicht zehn Ziele. Nicht fünf Vorhaben. Eine klare Ausrichtung, ein klares:


Wie will ich es haben?


  • Vielleicht ist es die Klarheit, in welchem Bereich Sie als Führungskraft wirklich wirksam sein wollen – und wovon Sie sich verabschieden.

  • Vielleicht ist es die Entscheidung, klarer und bestimmter Ihre Grenzen zu setzen.

  • Vielleicht ist es die Wahl, Ihrer eigenen inneren Ruhe einen anderen Stellenwert zu geben.


Weniger ist viel mehr.

Ein klarer Fokus hat oft eine größere Wirkung als viele unscharfe Vorsätze.


Vom Vorsatz zur inneren Entscheidung


Das Problem mit Vorsätzen ist nicht, dass sie „falsch“ wären. Sie bleiben nur oft an der Oberfläche.


„Mehr Sport“, „weniger E-Mails“, „mehr Zeit für mich“ – all das klingt vernünftig. Doch solange sich in unserer inneren Ordnung nichts verändert, bleibt der Alltag, wie er war. Gewohnheiten und Bequemlichkeit obsiegen.


Eine echte Entscheidung läuft tiefer. Sie verändert uns, wie wir Prioritäten setzen, wie wir Grenzen ziehen, wie wir uns selbst verstehen.


Zwischen den Jahren geht es weniger darum, das nächste Jahr zu optimieren. Es geht darum, wieder bei sich anzukommen – jenseits von Zahlen und Zielen.


Eine Einladung


Vielleicht ist das Wertvollste, das Sie sich in diesen Tagen schenken können, kein weiteres Ziel – sondern eine Stunde ungestörter Klarheit:


ohne Bildschirm, ohne To-do-Liste, nur mit einem Blatt Papier und ein paar ehrlichen Fragen an sich selbst.


  • Was darf abgeschlossen sein?

  • Was gibt Ihnen wirklich Energie?

  • Welche eine Ausrichtung macht 2026 klarer und leichter?


Wenn Sie diesen Raum bewusst öffnen, entsteht oft etwas Bemerkenswertes:


Das neue Jahr beginnt nicht mit Druck, sondern mit innerer Ruhe und einem klareren Blick.


Und genau dort beginnt wirksame Führung – und ein gutes Leben.


Klarheit in Aktion: Ihr nächster Schritt


Wenn Sie diese Fragen nicht allein klären möchten, sondern bewusst und strukturiert, lade ich Sie zu einer vertiefenden Clarity Session ein.


In 90 Minuten schaffen wir gemeinsam innere Ordnung, schärfen Ihren Fokus für 2026 und übersetzen Klarheit in konkrete Entscheidungen.




Oder schreiben Sie mir direkt an: roger@rogerkuehne.com



Roger Kühne

Advisor & Partner

Clarity in Business and Life


 
 
 

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